Wie geht es Stadtwerken und regionalen Energieversorgen?

Am 16.06.2026 startet die KRITIS-Konferenz 2026 in Düsseldorf. „Neue Bedrohungen, neue Verantwortung: Resilienz und Sicherheit für kritische Infrastruktur“, so lautet der Tagungstitel. Sie verbindet Politik, Wirtschaft und Sicherheitsbehörden, um
- Orientierung in der Regulierung zu schaffen,
- praxisnahe Resilienzstrategien zu vermitteln,
- und eine Sicherheitskultur zu fördern, die über Compliance hinausgeht.
Das beschreibt die aktuelle Situation und die Herausforderungen, vor denen die Energiebranche derzeit steht. Wir haben nachgefragt: Wie geht es insbesondere den Stadtwerken und den regionalen Energieversorgern?
DIE AKTUELLE LAGE
„IT ist die größte Herausforderung für die Versorgungssicherheit“,
das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 150 Stadtwerken und Regionalversorgern aus ganz Deutschland aus dem Februar/März 2026.
Das hat vor allem zwei Ursachen:
Die Bedrohungslage hat sich deutlich verschärft: 97 % der befragten Unternehmen sehen Cyberangriffe inzwischen als größte Gefahr für die Versorgungssicherheit. Angriffe sind damit kein Einzelfall mehr, sondern Teil der operativen Realität.
Und: Die regulatorischen Anforderungen erreichen mittlerweile die Fläche der Energieversorgung. Die Neudefinition der KRITIS‑Schwellen hat dazu geführt, dass immer mehr Anlagen und Betreiber zur Kritischen Infrastruktur gehören und besonders hohe gesetzliche Anforderungen erfüllen müssen. Darüber hinaus erweitert NIS2 den Anwendungsbereich deutlich, indem erstmals auch solche Versorger adressiert werden, die bisher unterhalb dieser Schwellen lagen, aber für die Versorgung als relevant gelten.
HIDDEN CHAMPIONS
Stadtwerke und regionale Versorger leisten seit Jahrzehnten, was oft als selbstverständlich gilt: Sie sichern die Energieversorgung vor Ort – zuverlässig, stabil und unter zunehmend anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Sie investieren in Netze, treiben die Energiewende voran und halten den Betrieb auch in Ausnahmesituationen aufrecht.
Die aktuellen Anforderungen werden nicht nur als Pflicht wahrgenommen, sondern zunehmend als Teil des eigenen Selbstverständnisses. Versorgungssicherheit war schon immer Kern der Aufgabe – sie wird jetzt unter veränderten Bedingungen weiterentwickelt.
HERAUSFORDERUNGEN
Der Investitionsanstieg und Mangel an IT-Fachkräften belasten die Branche. 85% der Unternehmen haben ihre Investitionen in Schutzmaßnahmen bereits erhöht. Eine drastische Steigerung der Investitionskosten wird erwartet. Dabei haben nur 15% der Unternehmen vor, zusätzliches Personal dafür aufzubauen. Geeignete IT-Fachkräfte dafür sind rar. Und das alles trotz der Einschätzung „IT-Sicherheit: Immer komplexer werdende Themen, sehr personalintensiv.“
Relax. Start your project.
Dafür gibt es LÖSUNG|N.
Wer heute Versorgung sichert, Transformation gestaltet und Sicherheit aufbaut, übernimmt Verantwortung auf höchstem Niveau.
Quellen:
- THÜGA, Pressemitteilung vom 7.4.2026: https://www.thuega.de/pressemitteilungen/stadtwerke-it-ist-groesste-herausforderung-fuer-die-versorgungssicherheit/
- BDEW, Stadtwerkestudie 2026: https://www.bdew.de/energie/stadtwerke-studie/
